Warum Dynamic Ridesharing?

Den Grundwert, den wir mit dem Auto in Verbindung bringen ist Freiheit. Fahr wann immer, wo immer du hin willst. Kein anderes Verkehrsmittel kann einen direkt von Haustür zu Haustür befördern. Vor einiger Zeit zählte auch Prestige zu einer wesentlichen Komponente des Autofahrens, doch verlor dieser Faktor in den letzten Jahren dramatisch an Bedeutung. Heute ist es wichtig, das Ziel schnell und einfach zu erreichen, egal ob im eigenen Auto oder nicht.

Das Problem: 80 Prozent aller Strecken, die wir zurücklegen sind kurze Strecken. In vielen Fällen benötigt man ein Auto, um auf diesen Strecken flexibel zu sein. Ein Auto kann sehr teuer sein – Mobilität an sich ist teuer. Genau für dieses Problem stellt Dynamic Ridesharing eine Lösung dar.

Mit Dynamic Ridesharing wird sehr viel Geld eingespart. Es ist ganz einfach: Wenn man alleine in seinem Auto fährt, muss man die Kosten für das Auto auch alleine bezahlen. Wenn man jemanden im Auto mitfahren lässt, können die Kosten aufgeteilt werden. Auf diese Weise kann ein Fahrer im besten Fall bis zu 100% seiner Spritkosten refinanzieren. Bei flinc legt der Fahrer selbst fest, wie viel Cent er vom Mitfahrer pro Kilometer für die Mitnahme bekommen möchte. flinc kalkuliert auf dieser Basis den Preis für die gesamte Strecke automatisch und der potentielle Mitfahrer entscheidet, ob er mitfahren möchte oder nicht.  So ergibt sich aus Angebot und Nachfrage ein fairer Preis, der sowohl vom Fahrer als auch vom Mitfahrer akzeptiert wird.

Dynamic Ridesharing verwandelt dein Mobiltelefon in ein Auto und gibt dir die selbe Flexibilität als ob du ein eigenes Auto besitzen würdest. Natürlich kann es sein, dass du ein paar Minuten warten musst, bis der Fahrer deinen Abholort erreicht hat, dafür musst du anschließend in der Stadt keinen Parkplatz suchen. Auch der Weg zum Parkplatz entfällt – wenn gewünscht, kann man direkt an der Haustüre abgeholt werden.

Wir hören ständig, dass die heutige Welt vernetzter denn je ist. Millionen von Menschen sind in sozialen Netzwerken. Man möchte mit seinen Freunden in Kontakt bleiben und natürlich auch neue Freundschaften schließen. Warum sollten wir nicht auch im realen Leben, im Auto, neue Menschen kennenlernen können? Stell dir flinc als Small Talk auf Rädern vor. Du magst deinen Fahrer oder Mitfahrer? Sehr gut! Gib eine gute Bewertung, füge sie oder ihn auf deine Freundesliste hinzu und schreibe wenn du willst eine E-Mail. flinc kann auf Basis dieser Eingabe primär zwischen den Personen Fahrten vermitteln, die sich gegenseitig gut bewertet haben. Du bist mit dem Fahrer oder Mitfahrer nicht zurecht gekommen? Das ist schade, jedoch kein Problem. Trage ihn auf deine persönliche Blacklist ein. flinc sorgt dafür, dass ihr nicht wieder miteinander unterwegs seid. Die andere Person wird nicht einmal merken, dass du keine weitere Fahrt wünschst. Das gute an dieser Art von Small Talk ist, dass man jeden Tag neue Leute treffen kann. Jeder Tag ist ein neuer Tag. Ich wette, es gibt Millionen von Menschen die Tür an Tür leben und jeden Tag fast den selben Weg zurücklegen – sei es zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freunden. Das einzige, was diesen Menschen fehlt um andere Menschen mitzunehmen oder bei anderen mitzufahren ist das Bewusstsein dieser Situation und die Flexibilität eines Dienstes wie flinc.

Ziel unserer Dienstleistung ist es, dieses Bewusstsein zu erzeugen und Flexibilität bereitzustellen. Mit einem Klick von A nach B. Mit einem Klick Geld sparen. Es geht nicht primär darum einen ökologischen Service aufzubauen, auch wenn die Reduktion von CO2 und Verkehr selbstverständlich einen großen Nutzen von Dynamic Ridesharing darstellt. Es geht darum, die Lebensqualität von vielen Menschen zu verbessern.

Autor: Benjamin Kirschner
Benjamin ist Mitgründer und Marketer bei flinc.

3 Kommentare

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  3. den ersten Teil des Artikels finde ich prima 😎 Aber die Ausführungen zum Community-Gedanken („Small Talk auf Rädern“, „Freundesliste“ etc) gehen zu weit. Um vornehmlich junge Menschen anzusprechen, is das erst mal ok. Doch nüchtern betrachtet ist flinc letztlich Business. Und das ist auch gut so, denn lediglich mit einer Hand voll engagierten Studenten könnt ihr nicht abheben – das habt ihr vielleicht selbst schon erkannt 😉
    Ihr müsst vielmehr erkennen, wo das wirkliche Potential liegt. Und das sehe ich immer noch bei den Millionen Berufspendlern in Deutschland. Das sollte eure Zielgruppe sein. Um sie anzusprechen, müsst ihr euch aber in ihre Lage hineinversetzten können. Stellt euch vor, was denen wichtig ist. Smalltalk morgens um 7.30 Uhr ist nicht jedermans Sache (oder habt ihr schon mal Party-Stimmung in U- und S-Bahnen erlebt?! ;-). Die Gewissheit, innerhalb eines bestimmten Zeitfensters zur Arbeit mitgenommen zu werden und vor allen Dingen am Abend wieder retour(!) zu gelangen, sind dagegen ein K.O.-Kriterium.
    Darüber hinaus muss euer System maximal komfortabel sein. D.h. mit vollintegrierter Turn-by-Turn Navigation und ohne Notwendigkeit zu telefonischer Absprache. Usability ist genau der Unterschied, der ein Windows7-Tablett-PC zum Flop und ein iPad zum Bestseller macht.
    In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg 😎

    viele Grüße, Peter Kühn

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