Tipps für eine sichere Fahrt im Winter

Schnee, glatte Straßen und schlechte Sicht – Autofahrer haben es im Winter nicht leicht. Wir verraten euch, worauf ihr unbedingt achten solltet und welche Tipps euch das Autofahren in der kalten Jahreszeit erleichtern. – Elisabeth

Winter-Check

Damit euch euer Auto auch im Winter nicht im Stich lässt, ist es wichtig, einige Punkte zu beachten, denn wer sein Auto rechtzeitig checkt, erspart sich eine Menge Ärger.

Richtige Bereifung ist das A und O: Eine Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern sollten Reifen haben. Außerdem sollte mit dem Aufziehen der Winterreifen am besten nicht bis zum ersten Schneeeinbruch gewartet werden. Als Eselsbrücke kann die „O bis O“-Regel dienen: So empfiehlt der ADAC, die Winterreifen von Oktober bis zum ersten Wochenende nach Ostern zu benutzen. Wer bei Schnee mit Sommerreifen erwischt wird, dem drohen 60 € Bußgeld und ein Punkt in Flensburg – Allwetterreifen sind hingegen natürlich auch erlaubt.

Doch die Batterie ist laut ADAC die häufigste Pannenursache im Winter: Batterien, die älter als vier Jahre sind, schwächeln häufig bei kalten Temperaturen. Wenn die täglichen Strecken dann nur kurz sind und zusätzlich noch Gebläse und Heizung auf Hochtouren laufen, bleibt nicht genügend Leistung übrig, dass sich die Batterie wieder aufladen kann. Zwischendurch längere Wege mit dem Auto zurückzulegen oder die Batterie an ein Ladegerät anzuschließen, kann dann Abhilfe schaffen.

Auch auf genügend Frostschutz sollte Acht gegeben werden – sowohl Scheiben- als auch Kühlerfrostschutz. An Tankstellen könnt ihr mit einer sogenannten Glykolspindel ganz einfach nachschauen, ob genug Frostschutzmittel im Kühler vorhanden ist. Sollte das nicht gegeben sein, muss in einer Werkstatt der Grund identifiziert werden und der Mangel behoben werden.

Bei vereisten und verschneiten Straßen ist gefühlvolles Fahren noch wichtiger als sonst. Besondere Vorsicht ist geboten …

… beim Anfahren:

Wer auf Schnee anfährt, sollte das wirklich behutsam tun, um ein Durchdrehen der Räder zu vermeiden. Solltet ihr merken, dass eure Räder dennoch den Halt verlieren, könnt ihr auch einfach in einen höheren Gang schalten und durch das Verringern der Kraftübertragung auf die Räder das Auto wieder unter Kontrolle bringen.

… in Kurven:

Wer in Kurven mit zu wenig Gefühl lenkt, verliert ebenfalls schnell die Kontrolle über sein Fahrzeug – die Reifen können bei zu starkem Lenken auf Schnee nicht die Richtung auf die Fahrbahn übermitteln, dann geht es nur noch geradeaus. Sollte das Auto einmal ausbrechen, am besten auskuppeln, behutsam gegenlenken und sanft bremsen. Also: Fuß vom Gas und langsam und gefühlvoll in die Kurve lenken.

… beim bergab Fahren:

Auch hier ist besondere Vorsicht geboten: Wer bergab die Kontrolle über seinen Wagen verliert, riskiert schwere Verkehrsunfälle. Wichtig ist, das Auto nicht zu schnell werden zu lassen. Dafür fahrt ihr am besten in einem niedrigen Gang, auch bei einer Automatik-Schaltung. Für den Notfall solltet ihr auch den Fahrbahnrand im Auge behalten: Ein kleiner Feldweg, ein erhöhter Bordstein oder eine kleine Böschung sind gute Ausweichmöglichkeiten, bevor ihr einen schweren Verkehrsunfall verursacht.

… und beim Bremsen:

Starkes Bremsen sollte auf verschneiten und glatten Straßen unbedingt vermieden werden, da das Fahrzeug sonst auszubrechen droht. Am besten macht ihr beim Losfahren eine kurze Bremsprobe – natürlich nur, wenn ihr keine anderen Verkehrsteilnehmer damit gefährdet und auch für euch selbst keine Gefahr besteht. So bekommt ihr ein Gefühl für den verlängerten Bremsweg bei verschneiter Fahrbahn.

Winter-Survival-Kit

Ein paar wichtige Dinge solltet ihr im Winter immer zur Hand haben: Scheibenkratzer und Handschuhe zählen auf jeden Fall zur Basic-Ausstattung in der kalten Jahreszeit. Wenn ihr es nicht eh schon immer dabei habt, solltet ihr sicherheitshalber auch ein Starthilfekabel mitführen, um die schwächelnde Batterie im Notfall wieder auf Vordermann zu bringen.

Zudem kann es auch nicht schaden, Decken und warme Kleidung mitzuführen, sodass man im Falle einer Panne nicht frieren muss.

Allgemein gilt: Übung macht den Meister und wer langsam und gefühlvoll fährt, kommt auch im Winter sicher von A nach B. Wir wünschen euch eine gute Fahrt!

Autor: Elisabeth Riehle
Ich bin 21 Jahre alt und studiere Onlinekommunikation in Darmstadt. Bei flinc bin ich Werkstudentin im Bereich Content Marketing.