So sieht der Stau in Deutschland aus

Dass ein Stau auch aus dem Nichts entstehen kann und dass vor allem die immer steigende Anzahl der Autos auf den Straßen für stockenden Verkehr verantwortlich ist, haben wir bereits in einem vorherigen Blogbeitrag angesprochen. Aber was bedeutet das für uns? Wie viel Zeit verbringen wir tatsächlich im Stau und wo geht es immer nur stockend voran? –  Elisabeth

Stau Historie

Wo stehen Autofahrer am längsten?

Im europaweiten Stau-Vergleich liegt Deutschland auf Platz 3 – kurz hinter Belgien und den Niederlanden. Laut Staubilanz vom ADAC für das Jahr 2015 gehören Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg zu den drei staureichsten Bundesländern. Danach folgen Hessen, Niedersachsen und Berlin.

Deutsche Autofahrer lieben das Auto und die Autobahn und so ist es nicht verwunderlich, dass es sich oft auf deutschen Straßen staut. Die Autobahn A3 führt mit etwa 170 Kilometern Stau die Liste an, dicht dahinter liegen die A8 mit 155 Kilometern und die A5 mit 135 Kilometern stockendem Verkehr. Die meist gefahrenen Streckenabschnitte waren die zwischen Oberhausen und Köln sowie zwischen Frankfurt und Würzburg auf der A3, gefolgt von der A8 zwischen Stuttgart und Karlsruhe.

Auch den staureichsten Wochentag hat der ADAC ermittelt. Das Ergebnis: Gewinner waren die Freitage mit durchschnittlich 4.000 Kilometern. Die Samstage und Sonntage verursachten jeweils rund 1.500 Kilometer Stau. Heruntergebrochen auf einen bestimmten Tag war der Gründonnerstag (2. April 2015) mit 8.000 Kilometern der Spitzenreiter.

„Auf nach Stuttgart, Köln und Karlsruhe …“

Genau an diesen Verkehrsknotenpunkten verbringen Autofahrer die meiste Zeit im Stau – laut Inrix summierte sich die Anzahl der Staustunden in Stuttgart im Jahr 2015 auf durchschnittlich 73 Stunden für jeden Autofahrer, in Köln auf 71 und in Karlsruhe auf 54 Stunden.

Vor allem Pendler verschwenden noch viel mehr Zeit im Stau: In Stuttgart dauert eine sonst halbstündige Fahrt in der Rushhour ganze 50 Minuten, also knapp 70% länger. Was dabei auf der Strecke bleibt und was man mit dieser Zeit sonst anstellen könnte, haben wir bereits in unserem Utopie-Text für euch zusammengefasst.

Es war einmal …

2010 wurden 185.000 Staus vom ADAC registriert – rund 5 Jahre später stolze 568.000, also mehr als dreimal so viele. 2015 war somit Stau-Rekordjahr und brachte es zu insgesamt 1,1 Millionen Kilometern Stillstand, wohingegen es 2010 noch 400.000 Kilometer waren.

Doch die Ursachen sind die gleichen geblieben – das stetig wachsende Verkehrsaufkommen und die unzählige Baustellen zählen noch immer zu den Hauptursachen für die vielen Staus.

Was könnt ihr tun?

Manchmal ist es leider nicht zu vermeiden, dass ihr im Stau feststeckt – zum Beispiel nach einem schweren Verkehrsunfall. Doch auch für diese Situationen haben wir bereits einige Tipps für euch zusammengefasst, mit denen es im Auto nicht langweilig wird.

Wir sollten uns für die Beantwortung der Frage, was man gegen stockenden Verkehr tun kann, immer wieder vor Augen führen, wie Stau überhaupt entsteht. Da hauptsächlich zu hohes Verkehrsaufkommen dafür verantwortlich ist, ist die Antwort eine ganz einfache: Es ist eine effizientere Nutzung freier Sitzplätze im Auto nötig. Denn je weniger Autos auf den Straßen unterwegs sind, desto weniger Stau gibt es.

Autor: Elisabeth Riehle
Ich bin 21 Jahre alt und studiere Onlinekommunikation in Darmstadt. Bei flinc bin ich Werkstudentin im Bereich Content Marketing.

1 Kommentar

  1. Niemand (fast niemand) wird gezwungen im Stau zu stehen. Ich habe noch nie im Stau gestanden. Einfach mal aufs Auto verzichten, man muss nur wollen. Wir haben genügend Alternativen. Oder mal Verkehrsmittel geschickt kombinieren. 50% des PKW Verkehrs ist unnötig und entsteht nur deshalb weil viele die besseren Alternativen nicht kennen und meinen man müsse unbedingt mit seinem Auto die Strassen verstopfen. Der Platzverbrauch durch den individuellen PKW Verkehr ist gigantisch. Man denke nur mal darüber nach und klopfe sich an die eigene Brust. Jeder der sich über den Stau ärgert ist selbst schuld, da Teil des Ganzen. Ein Regionalexpress zB. entspricht einer Autoschlange von ca 30 km welche sich mit Tempo 60 vorwärts quält !! dieser Beispielzug hat aber nur eine Gesamtlänge von 160m und bewegt sich abgasfrei und elektrisch mit 160km/h vorwärts.

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