Mobilitätskonzepte im Vergleich

Welcher Mobilitätsdienst passt zu meinen Wegstrecken? Kann ich Carsharing auch für meinen Weg zur Uni verwenden? Es gibt so viele verschiedene Mobilitätsdienste und genau aus diesem Grund möchte ich in folgendem Blogbeitrag die unterschiedlichen Mobilitätskonzepte vorstellen und vergleichen. – Elisabeth 

Um von A nach B zu kommen, ist schon lange kein eigenes Auto mehr nötig. Aktuell bietet der Markt mehr Sharing-Möglichkeiten denn je und damit auch die Chance, die Mobilität grundlegend zu verändern. Bei der Auswahl der Angebote kommt es natürlich immer darauf an, was du im Moment suchst: Gerade am Bahnhof angekommen und jetzt schnell in die Stadt? Mal wieder gute Freunde in der Hauptstadt besuchen? Oder auf der alltäglichen Fahrt direkt ab der Haustür mitgenommen werden?

Mobilitätskonzepte im Vergleich

Für fast jede Situation gibt es eine passende Lösung. Der Hauptunterschied liegt in der Streckenlänge – egal, wohin es gehen soll, es gibt genügend Möglichkeiten, auch ohne Auto gut anzukommen. Hier will ich dir zeigen, welche das sind.

Vom Bahnhof in die City!

Für kurze Strecken sollten die Angebote vor allem spontan und individuell sein – zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Häufig enden beispielsweise Zug- und Fernbuslinien am Bahnhof und nicht direkt in der Stadt. Solche Kurzstrecken innerhalb der City können, neben dem Öffentlichen Personennahverkehr, sehr gut mit dem Fahrrad, einem Taxi oder einem Auto zurückgelegt werden. Das haben auch schon viele Bike- und Carsharing-Anbieter verstanden und darauf reagiert.

Bikesharing

Natürlich bietet es sich bei kurzen Strecken an, mit dem Fahrrad zu fahren. So eröffnen beispielsweise die Deutsche Bahn mit Call a Bike, aber auch nextbike die Möglichkeit, sich an bestimmten Standorten ein Fahrrad auszuleihen. Beim Angebot der DB werden die Fahrräder mit einer Telefonnummer freigeschaltet und können an jeder Call a Bike-Station in der jeweiligen Stadt abgestellt werden. Wenn du dich in den Sattel schwingst, kostet jede angefangene halbe Stunde 1€. Auch das Fahrradverleihsystem nextbike funktioniert nach diesem Prinzip und ist mit über 30 Standorten deutschlandweit vertreten.

Öffentlicher Personennahverkehr und BürgerBusse

Die wohl bekanntesten und am weitesten verbreiteten Alternativen zum Laufen sind die öffentlichen Verkehrsmittel. In den meisten Fällen sind diese allerdings verhältnismäßig teuer und in kleineren Ortschaften vereinzelt gar nicht vorhanden. Hier sollen die BürgerBusse Abhilfe schaffen. Dort sitzen ehrenamtliche Fahrer am Steuer, die nach festen Zeiten und Plänen fahren. Durch ihr Engagement ist es möglich, die Preise niedrig zu halten. Die BürgerBusse sind keine Konkurrenz zum Öffentlichen Personennahverkehr, sondern ein Zusatzangebot.

Taxiservice und Chauffeurdienst

Innerhalb von Großstädten ist es mittlerweile auch möglich, sich bequem ein Taxi zu bestellen. Mit der mytaxi App können Fahrgäste ein Taxi mit dem Smartphone ordern, die Anfahrt live verfolgen und online bezahlen. Die Idee, einen Chauffeurdienst zur Verfügung zu stellen, ist mit UBER auf dem Markt vertreten. Dort können ebenfalls Taxifahrten online bestellt werden. Zudem werden aber auch Fahrgäste an Mietwagen mit Fahrer und Privatpersonen mit eigenem Auto vermittelt. Es gibt allerdings Vorwürfe, dass sich das Unternehmen am Rande der Legalität bewegt. Obwohl die Fahrer versuchen, damit ihren Lebensunterhalt zu sichern, wird ihre Sozialversicherung nicht übernommen. Nur die Mitfahrer sind durch UBER versichert.

Carsharing

Wenn dann aber doch einmal Großeinkäufe anstehen oder eine weitere Strecke zurückzulegen ist, ist ein Auto meist unumgänglich. Eine Möglichkeit, dann trotzdem ohne eigenes Fahrzeug mobil zu sein, bieten Carsharing-Anbieter. Hier werden Autos zur Verfügung gestellt, die nach Anmeldung und Freischaltung fahrbereit sind. Häufig haben Carsharing-Anbieter mehrere Standorte in Großstädten, bei denen die Autos gestartet und abgegeben werden können. Kunden dieser Anbieter sind dann mobil, flexibel und können ihre Routen individuell planen – vorausgesetzt ein Auto kann in der Nähe gefunden werden.

Zu den bekanntesten Carsharing-Unternehmen zählen Daimlers car2go, BMWs DriveNow und Opels CarUnity. car2go und DriveNow stellen deutschlandweit Autos bereit, deren Positionen online oder mit einer App geortet werden können. Wenn ein Auto in der Umgebung gefunden wird, kann man direkt einsteigen, losfahren und es am Zielort abstellen. Beide Anbieter berechnen rund 30 Cent pro Fahrminute. car2go verlangt eine Anmeldegebühr von 19€, DriveNow berechnet 29€ bei einer Registrierung (es gibt aber immer wieder Aktionen, bei denen ihr euch auch für 0€ registrieren könnt. Augen auf, also ☺ ). Anders bei CarUnity: Hier teilen nämlich Privatpersonen ihr Auto mit anderen und legen dafür selbst einen Preis fest. Die Anmeldung ist kostenlos und der Durchschnittspreis in der Testphase belief sich auf ungefähr 50€ pro Tag. Auch bei der Online-Plattform Drivy können Privatpersonen ihre Autos zum Verleih anbieten und Nutzer haben dann die Chance, online ein passendes Fahrzeug auszuwählen.

Eimal quer durch Deutschland, bitte!

Von Frankfurt nach Berlin. Oder von Hamburg nach Köln. Und wieder zurück. Einmal quer durchs Land. Es gibt viele Situationen, in denen weitere Strecken zurückgelegt werden müssen, doch auch hier benötigst du nicht unbedingt ein eigenes Auto. Ein Blick auf die Straßen Deutschlands verrät: In den meisten Autos gibt es noch freie Sitzplätze und auch Fernbusse sind vermehrt unterwegs. Mittlerweile kümmern sich viele Mitfahrzentralen und Fernbusunternehmen darum, dass auch du ein freies Plätzchen Richtung Wunschziel findest.

Fernbusse

Weite Strecken zu günstigen Preisen – das macht Fernbusse sehr attraktiv. In immer mehr deutschen Städten machen die Busse Halt und überzeugen mit einer flexiblen Buchung, kostenlosem WLAN und Preisen ab 5€. Auf Dauer werden diese Preise wahrscheinlich nicht zu halten sein, denn die meisten Unternehmen schreiben keine schwarzen Zahlen. Das verstärkt den Wettbewerbsdruck und lässt bereits einige Anbieter abspringen. Zu den bekanntesten Fernbusunternehmen zählen MeinFernbus FlixBus und der Postbus. Aber auch kleinere Anbieter wie berlinlinienbus.de oder DeinBus.de sind auf Deutschlands Straßen unterwegs und bringen ihre Kunden bequem und schnell von A nach B.

Mitfahrzentralen

Noch eine Chance, weitere Strecken ohne eigenes Auto zurückzulegen, bieten Mitfahrzentralen. Im Gegensatz zum Carsharing werden hier keine Autos zur Verfügung gestellt, sondern einzelne Sitzplätze angeboten. Privatpersonen stellen ihre Fahrten auf Plattformen ein und bieten anderen Leuten die Möglichkeit, mitzufahren. Mitfahrzentralen vermitteln zwischen Fahrern und Mitfahrern und suchen nach Übereinstimmungen bei Suchen und Angeboten. Zu den größten Mitfahrzentralen zählen mitfahrgelegenheit.de, mitfahrzentrale.de und BlaBlaCar. Die Vorteile sind vor allem die Ersparnisse bei den Benzinkosten, der Schutz der Umwelt und der Aspekt, neue Leute kennen zu lernen. Aufgrund des hohen Organisationsaufwandes werden Mitfahrzentralen eher für lange Strecken genutzt.

Von Tür zu Tür? Ridesharing!

Noch individueller als ein Carsharing-Angebot ist nur der Start einer Mitfahrgelegenheit vor der eigenen Wohnungstür. Hier kommt flinc ins Spiel. Vor allem für den suburbanen Raum stellen Nutzer bei flinc ihre Fahrten und Suchen online. Das Besondere: Mitfahrer werden direkt vor ihrer Haustüre mitgenommen und sind so auch in ländlichen Gebieten nicht mehr auf ein eigenes Auto angewiesen. Das funktioniert, weil bei den Suchergebnissen auch Fahrten angezeigt werden, die einen kleinen Umweg beinhalten, um den Mitfahrer einzupacken. Bei flinc muss keine Vermittlungsgebühr gezahlt werden. Der Preis für die Fahrt wird von flinc berechnet: eine Kurzstrecke kostet im Durchschnitt ungefähr 5€.

Durch diese Tür-zu-Tür-Verbindungen sind Autos, die eine bestimmte Strecke sowieso fahren, besser ausgelastet. Außerdem verbessern diese Mitfahrten nicht nur die CO2-Bilanz, sondern ermöglichen es auch, neue soziale Kontakte zu knüpfen. flinc ist so dein täglicher Begleiter auf dem Weg zur Arbeit, zu Freunden oder zum Sport. Hier muss kein großer Aufwand betrieben werden, um eine Fahrt zu organisieren. Bei flinc fällt zum Beispiel die Organisation eines Treffpunktes weg, denn die Fahrer holen ihre Mitfahrer direkt zu Hause ab. Besonders für Pendler, die regelmäßig Kurzstrecken fahren, ist dieses Angebot deshalb optimal.

Mobilitätsdienste im Vergleich

… und jetzt alle zusammen!

Am besten funktioniert die Veränderung der Mobilität aber erst dann, wenn man die verschiedenen Möglichkeiten kombiniert. So können kurze Strecken zu einer Mitfahrgelegenheit durch Bike-Sharing zurückgelegt werden. Und auch die Verknüpfung von öffentlichen Verkehrsmitteln mit Carsharing- und Ridesharing-Angeboten ist möglich.

flinc geht in diese Richtung: Neben der Deutschen Bahn und General Motors ist auch CarUnity ein wichtiger Kooperationspartner.

Bei diesen Angeboten wirst bestimmt auch du die passende Möglichkeit für deine nächste Fahrt finden. Probier es aus: Lass uns aufs Ganze gehen und die Mobilität verändern!

Autor: Elisabeth Riehle
Ich bin 21 Jahre alt und studiere Onlinekommunikation in Darmstadt. Bei flinc bin ich Werkstudentin im Bereich Content Marketing.

1 Kommentar

Kommentarfunktion geschlossen.