Mobilität in suburbanen und ländlichen Regionen

Als Großstadtkind ist man meistens von sehr guten Anbindungen und Verbindungen im Nahverkehr verwöhnt: Busse fahren im Zehn-Minuten-Takt, die U- und S-Bahn sogar alle fünf Minuten. Doch wie schaut es mit der Mobilität aus, wenn man raus aus der Stadt in Richtung ländliche Regionen vordringt? – Tuan

Mobilität in suburbanen und ländlichen Regionen.

Geringe Bevölkerungsdichte, große Distanzen zwischen Wohnort, Arbeit und Freizeitaktivitäten und ein stark eingeschränktes Mobilitätsangebot sind die negativen Merkmale von vielen suburbanen und ländlichen Regionen. Diese betreffen sowohl kleine Gemeinden als auch größere Ortschaften und beeinflussen fast alle Lebensbereiche der Einwohner. Insbesondere die Mobilität stellt einen großen Problemfaktor dar, der sich in Zukunft immer weiter verschlechtern wird, solange nicht entsprechend gegengesteuert wird. Doch was kann man tun, um jeden Zugang zur Mobilität zu gewährleisten?

Ein Problem, das Alt und Jung gleichermaßen betrifft

Eins steht fest: Die stetig zunehmende Urbanisierung führt zu wesentlichen Veränderungen in der Verkehrsstruktur. Junge Leute ziehen in die Innenstädte, ältere Menschen an die Stadtränder. Bei dieser massiven „Landflucht“ bleiben infolgedessen immer mehr Ältere zurück, die auf sich allein gestellt sind. Der Großteil besitzt kein eigenes Auto oder ist nicht mehr in der Lage, selbstständig zu fahren. So werden alltägliche Dinge, wie Einkaufen oder der Gang zum Arzt, zum echten Problem. Darüber hinaus sind die Haltestellen im Ort teilweise weit voneinander entfernt, sodass längere Strecken zu Fuß zurückgelegt werden müssen, was für ältere Menschen mit großen Anstrengungen und Hürden verbunden ist. Um aber dennoch mobil zu sein, sind ältere Menschen gezwungen, sich an die Zeiten der täglichen Berufspendler anzupassen – sprich: morgens zur Arbeit und abends zurück, weil Busse und Bahnen meist zu genau diesen Zeiten fahren. Das führt dazu, dass Ältere nach und nach ihre Selbstständigkeit verlieren.

Das gleiche Problem trifft auch auf Jugendliche zu, die im ländlichen Raum leben. Die Busse und Bahnen bieten zwar zuverlässige und regelmäßige Verbindungen an, aber außerhalb der üblichen Fahrplanzeiten ist ein eigenes Auto fast unverzichtbar. Spontane Fahrten zum Sport oder zu Freizeitaktivitäten erfordern meistens eine genaue Zeitplanung. Hinzu kommt, dass immer mehr junge Menschen auf ein eigenes Auto verzichten und die Zahl der Älteren wächst, die nicht mehr in der Lage sind zu fahren.

Daraus resultiert ein Abhängigkeitsverhältnis: Mobilität und Flexibilität sind für diese Personengruppen stark eingeschränkt. An den Wochenenden kann es sogar passieren, dass gar keine Busse fahren und man somit komplett von der Umwelt abgeschottet ist. Wer also kein Auto hat, ist aufgeschmissen – ein Umstand, der so nicht akzeptabel ist.

Städte und Metropolen führen einen anderen Kampf

Während die Mobilität in den ländlichen Regionen nicht optimal ist, schießen die Mobilitätsangebote in den Städten und Metropolen nur so aus dem Boden. Überall in der Stadt verteilt stehen Fahrräder zum Ausleihen oder Autos zum Mieten bereit oder man nutzt den ÖPNV zum Pendeln. Menschen in Städten können frei wählen, welche Transportmittel sie nutzen möchten, um von A nach B zu kommen. Obwohl diese Masse an Angeboten verfügbar ist, haben die Städte mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen: Die Straßen sind immer noch stark überlastet. Busse und Züge sind teilweise mit Menschen vollgestopft, der Straßenverkehr dicht mit Autos besetzt. Dabei bleiben freie Plätze, also wertvolle Ressourcen, zu häufig ungenutzt.

Die einfache Lösung liegt auf der Hand

Das „Auto-Problem“ lässt sich in eine Lösung ummünzen, die auch auf suburbane und ländliche Regionen übertragbar ist. Für die Sicherung der Mobilität ist ein großes Bündel an Veränderungen notwendig. flinc ist dabei ein kleiner Baustein im gesamten Komplex und kann natürlich nicht über Nacht die Mobilität im ländlichen Raum derart beeinflussen, sodass diese komplett gesichert ist.

Aber wir können einen Teil dazu beitragen, in dem wir jetzt aktiv handeln und die vorhandenen Ressourcen nutzen. Fahrgemeinschaften zum Sport oder spontane Mitfahrgelegenheiten sind einfache Möglichkeiten, die Mobilität zu verbessern. Wenn wir gemeinsam fahren, sparen wir nicht nur Geld und schonen die Umwelt, sondern helfen uns auch gegenseitig dabei, mobil zu sein. So können wir jeden Tag komfortabel und sicher gemeinsam unterwegs sein. Sinnvoll ist es, die vorhandenen Transportmöglichkeiten miteinander zu kombinieren: Beispielsweise mit dem Zug von Stadt zu Stadt und von dort aus mit der Mitfahrgelegenheit direkt und bequem nach Hause – egal, ob spontan oder geplant.

Autor: Tuan Lai
Hallo, Tuan hier. Ich studiere Onlinekommunikation in Darmstadt. Bei flinc bin ich Werkstudent im Bereich Content Marketing & Customer Support.