Der Trend „Share Economy“ – Teilen ist nicht gleich teilen

Wir schwimmen auf einer Welle des Teilens, das hat das Gottlieb Duttweiler Institut unlängst herausgefunden.[1] Ob Sharing, Shareconomy, Ko-Konsum, Sharity oder Collaborative Consumption – das Prinzip ist immer gleich: Es geht um den intelligenten Verzicht.

 

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Neben der „Geiz ist geil“-Mentalität, die „möglichst viel für möglichst wenig Geld“ wollte, entwickelte sich in den vergangenen Jahren die Lust am Teilen. Und aus der visionären Idee von einst ist längst ein weltweiter Trend geworden. Aber teilen ist nicht gleich teilen: Bei klassischen Sharing-Modellen nutzen Menschen nacheinander einen Gegenstand: Etwa die Bohrmaschine oder den Werkzeugkasten, den man einem Freund leiht oder das Auto des Carsharing-Anbieters, das von verschiedenen Mietern nacheinander gefahren wird. Es geht aber auch anders.

Gemeinsam nutzen, statt nur besitzen: Informationen, Ideen und digitale Daten, wie Musik und Fotos, teilen wir freizügig – Dinge von hohem materiellen oder persönlichen Wert teilen wir meistens nur mit Familie und Freunden.[1]

Denn die wenigsten von uns würden einem völlig Fremden den eigenen Autoschlüssel in die Hand drücken und beruhigt „Gute Fahrt!“ hinterher rufen oder ihm die eigene Wohnung für ein paar Tage überlassen.

„Man muss die Dinge aber gar nicht hergeben, man kann sie auch einfach gleichzeitig gemeinsam nutzen“,

so Benjamin Kirschner, Gründer von flinc. So stellt man nicht das eigene Auto zur Verfügung, sondern teilt einfach seine Fahrt mit Menschen, die das gleiche Ziel haben. Und man vermietet nicht seine ganze Wohnung, sondern bietet das Gästezimmer oder die Couch zur Übernachtung an.

Einfach gemeinsam unterwegs mit flinc
Genau hier setzt flinc an: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, ein „neues Verkehrsmittel“ zu schaffen und dafür einfach auf die schon vorhandene Infrastruktur zu setzen. Schließlich gibt es bereits mehr als 43 Millionen Pkw in Deutschland; durchschnittlich ist nur jedes zehnte Fahrzeug mit mehr als einer Person besetzt.

 

[1] Gottlieb Duttweiler Institute (2013): Sharity: Die Zukunft des Teilens. http://gdi.ch/sharity

Autor: Laura Deja