Antriebstechniken der Zukunft: Aufmarsch der Elektroautos?

2020 sollen eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein.
Die Zahl der umweltfreundlichen Fahrzeuge wird sich somit in fünf Jahren verzehnfachen – so zumindest die Vorstellung der Bundesregierung. Doch ist das wirklich realisierbar? Kann Elektromobilität alltagstauglich werden und mit den klassischen Kraftstoffen konkurrieren?

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Sind Autohersteller in 10 Jahren noch von Bedeutung?

Dies ist eine Zusammenfassung meiner Argumente, die ich in der Diskussion „Services versus Hardware – Will Carmakers still be relevant in 10 Years?“ auf der IAA 2015 aufgeführt habe. Wer möchte kann sich den Vortrag hier auf Periscope anschauen (englisch). – Michael

Wie wird die Digitalisierung die Bedürfnisse der Kunden verändern und was bedeutet das für Autohersteller?

In naher Zukunft werden wir einen Paradigmenwechsel erleben – weg vom Besitz, hin zum Teilen und Mieten. Bereits heute besitzen ich und die meisten meiner Freunde kein eigenes Auto mehr. In großen Städten können wir uns wunderbar multimodal organisieren und kommen auch ohne eigenes Auto schnell und einfach von A nach B. Das eigene Auto ist mehr Hindernis (Parkplatzsuche, laufende Kosten) als Erleichterung. Als Statussymbol wurde es in meiner Generation ohnehin bereits vom Smartphone abgelöst.

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Utopie: Alle nutzen Mitfahrgelegenheiten – was würde sich ändern?

CO2 verringern, Kraftstoff sparen und seine Zeit besser nutzen – das klingt doch nur positiv! Doch was könnten wir tun, um das zu erreichen?

Stell dir vor, die Hälfte aller Autos in Deutschland wäre auf einmal überflüssig. Wenn 50% der Deutschen bei anderen mitfahren würden, bräuchten wir 30 Millionen Autos weniger. Dadurch könnten wir jährlich etwa 65 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht etwa 322 Tagen Flugbetrieb auf allen deutschen Flughäfen.

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Mein Vorschlag für ein legales Uber

Judith Horcher von Spiegel Online fordert heute Morgen “Wir brauchen ein viel besseres Uber“. Das sehe ich genauso!

Ein legales Uber sollte in meinen Augen die folgenden Eigenschaften besitzen:

  • Es muss legal sein.
  • Es sollte vom Prinzip her ähnlich einfach und komfortabel wie Taxis und Uber funktionieren. Das heißt, man kann spontan und in Echtzeit buchen und wird von Haustür zu Haustür transportiert.
  • Es sollte vor allem für den regionalen Raum (z.B. als Zubringer für Städte) und im ländlichen Raum funktionieren, denn dort sind die Mobilitätsprobleme am größten.

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Die eierlegende Wollmilchsau – das perfekte Verkehrsmittel der Zukunft

Teleportation, ein selbstfahrendes, sprechendes Auto oder ein Geflecht aus Kanälen, durch das man automatisch durchgeschleust wird. Star Trek, Futurama, „good old Knight Rider“ oder ähnliche TV-Produktionen lassen uns mit leuchtenden Augen davon träumen, wie wir uns in ferner Zukunft fortbewegen. Aber welche Eigenschaften müsste das optimale Verkehrsmittel aktuell für den täglichen Gebrauch haben? Was wäre mir wirklich wichtig, wenn ich durch Zeit und Raum reisen würde? Ist es mir wichtig, dass das Fortbewegungsmittel bequem ist und mich am Morgen direkt mit einem frisch gebrühten Kaffee empfängt? Oder ist es mir wichtiger, dass ich direkt und vor allem schnell an mein Ziel komme oder sogar, dass ich es immer an meiner Seite habe?

Eine kleine Umfrage war geboren:

„Wenn du dir das perfekte Verkehrsmittel wünschen dürftest, welche Eigenschaften sollte es haben, damit du es täglich für all deine Fahrten nutzt?“

Auto in der Handtasche Der Fantasie über zukünftige Fortbewegungsmittel war keine Grenzen gesetzt! Vom Beamen, über rotierende Stadtviertel bis hin zu zusammenfaltbaren Autos für die Hosentasche – es war alles dabei. (Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich bei den knapp 120 Personen bedanken, die sich die Zeit genommen haben, sich über die Frage ernsthaft Gedanken zu machen und mir zu antworten.)
Und das kam dabei raus:

 

 

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Autos nicht länger Statussymbol: Carsharing und Mitfahrgelegenheit für flexible Mobilität

Mobil ohne eigenes Auto
Quelle: Flickr / Tokinu_Unikot (CC BY 2.0)

Seit der Erfindung des Autos hat die Zahl der Kraftfahrzeuge beinahe stetig zugenommen. Insbesondere seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs kamen immer mehr Autos in Umlauf. Dabei war der eigene Wagen lange Zeit nicht mehr nur ein bequemes Fortbewegungsmittel, sondern auch ein Statussymbol, mit dem den Menschen im Umfeld der eigene Wohlstand demonstriert werden sollte. Daher legten sich immer mehr Menschen ein eigenes Auto zu, was nicht nur dazu führte, dass die Anzahl der Kraftfahrzeuge im Verhältnis zur Bevölkerung immer weiter anstieg, darüber hinaus sank auch die Anzahl der Personen, die durchschnittlich im Fahrzeug saßen. Vor einigen Jahren wurde jedoch erstmals ein nennenswerter Rückgang der Zahl der zugelassenen Pkw verzeichnet. Nach diesem Rückgang konnten die Zahlen zwar wieder leicht zulegen, der Anstieg war jedoch nur so minimal, dass die Zahlen bei Weitem noch nicht wieder das alte Niveau erreicht haben. Dieser Trend besorgt nicht nur die Autohersteller, viele Soziologen und Journalisten befassten sich auch mit diesem Thema. Dabei kamen die meisten Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass der Stellenwert, den die Gesellschaft dem Auto einräumt, stark gesunken ist. Das eigene Auto wird demnach immer seltener als Statussymbol betrachtet.

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„Enjoy change!“ — flinc stellt das Prinzip der Mitfahrgelegenheit auf den Kopf

Nicht umsonst steht der Ausdruck „Enjoy change!“ über diesem Blog geschrieben. Wir möchten damit unser Bestreben nach kontinuierlicher Verbesserung und Veränderung ausdrücken.

Kurz vor Weihnachten ist es nun wieder so weit. Pünktlich zum Weihnachts-Heimreise-Verkehr machen wir den nächsten „change“. An dieser Stelle verkneife ich mir eine Anspielung auf Chris Reas Weihnachtsklassiker „Driving home for Christmas“ und komme gleich zum Punkt.

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Singapur und die individuelle Mobilität — Ein flinc-Nutzer berichtet

Unser flinc-Nutzer Christoph Peusens wohnt zurzeit in Singapur. Von dort erreichte uns per E-Mail folgende Nachricht, die zeigt, wie teuer individuelle Mobilität werden kann und was Großstädte gegen den Verkehrskollaps tun!

Aber lest selbst, was uns Christoph geschrieben hat:

Singapur liegt zwischen Malaysia und Indonesien. Die Insel ist gerade mal 712 km² groß und hat über 5 Millionen Einwohner. Die Einwohnerdichte von 7.139 Einwohner je km² liegt deutlich über der am dichtesten besiedelten Stadt in Deutschland (München mit 4369 Einwohner je km²).

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Warum ich mein Auto verschenke

Keine Revoluzzer, keiner da, der Mut hat.
Kein neuer Martin Luther King, nich‘ mal ein neuer 2Pac.

Vor einer Woche habe ich geredet. Die ganze Branche redet ständig. Über Nachhaltigkeit, über grüne Mobilität, Veränderung und eine bessere Welt. Dieses Mal durfte ich bei TEDx reden – über „Das Ende des eigenen Autos“ (Bericht von Griin, Beschreibung bei TEDx, Video leider noch nicht online).

Ich bin wie du. Ich tue nichts!

TEDx war die große Bühne. Doch je länger ich mich auf meinen Vortrag vorbereitete, desto wertloser schien er mir. Ich würde einen tollen Vortrag halten, das Publikum zum Lachen bringen und von einer neuen und grünen Mobilität schwärmen. Und dann? Richtig, nichts! Alles wie immer. Jeder kennt die Fakten – keiner macht etwas.

Gib mir was Neues, zeig mir jemand‘, der sich etwas traut
Sag es extra laut, was auch immer ich denk‘, ich sprech‘ es aus
Was auch immer mir passiert, ich mach das Beste draus

Je näher TEDx kam, desto mehr wusste ich, dass ich bin wie alle. Ich tue nichts. Ich rede bloß.

Wir müssen nicht die Welt ändern, sondern uns selbst.

Veränderung beginnt im Kleinen. Der Satz ist so unglaublich alt. Und so unglaublich wahr. Viele resignieren vor den großen Herausforderungen, dabei müssen wir gar nicht die Welt ändern. Sondern nur uns selbst.

Und das gilt vor allem für die, die viel reden – also für mich! Ich biete zwar bereits alle meine Fahrten bei flinc an, aber man kann sich immer noch ein Stück mehr ändern, einen Schritt weiter gehen, um nicht stehen zu bleiben.

Da wir bei flinc generell mehr Fahrer als Mitfahrer haben, war mir mein nächster Schritt relativ schnell klar: Ich muss zum Mitfahrer werden.

Ihr müsst euer Auto nicht verschenken, aber teilen.

Mein Auto selbst ist bei anderen besser aufgehoben. Vor allem gemeinnützige Organisationen sind auf Autos angewiesen – deshalb könnt ihr bis 31.März eure Organisation nominieren und abstimmen. Wir verlosen mein Auto dann im April an die Top 10. Und ich bin ab sofort ohne Auto unterwegs.

Ich möchte mit dieser Entscheidung polarisieren, vorangehen, auch etwas übertreiben. Ich möchte nicht, dass ihr eure Autos verschenkt – ich möchte, dass ihr es teilt und andere Menschen mitnehmt!

Ich will keine autolose Welt. Ich will eine bessere Gesellschaft!

Nach dem Vortrag kamen viele auf mich zu und sagten: „Michael, wenn wir keine Autos mehr haben, kann ja niemand mehr mitfahren“. Ihr habt mich nicht verstanden. Mir geht es nicht um eine autolose Welt. Mir geht es darum, dass wir die bestehenden Ressourcen besser auslasten.

Wir werden immer Autos brauchen, z.B. auf dem Land, im Transport, dienstlich. Aber es braucht eben nicht jeder ein eigenes Auto. Und in Zukunft werden wir sie uns schlicht und ergreifend nicht mehr leisten können.

Mir geht es außerdem um mehr, als um das Materielle. Mir geht es nicht um dein Auto. Mir geht es darum, ob du dich verändern kannst. Ob du bereit bist, dich zu öffnen. Sprichwörtlich: Deine Autotür zu öffnen. Bist du bereit, deinen Nachbarn mitzunehmen? Jemand Neues kennen zu lernen? Mit jemandem zu sprechen, der vielleicht eine komplett neue Sicht in dein Leben bringt? Oder bleibst du lieber für dich alleine?

Nicht öko, sondern awesome!

Wir müssen nicht öko sein. Wir brauchen keine Generation, die nur im Wollpullover rumläuft. Wir brauchen eine Generation, die offen ist, ehrlich ist, und bereit ist zu teilen – dann können wir gemeinsam viel verändern!

Ich gehe voran. Bitte nehmt mich mit!

Update 12.03.2012: Mittlerweile ist das Video des TEDx-Vortrags online:

Kennt Ihr gemeinnützige Organisationen, die ein Auto benötigen?
Hier könnt ihr Organisationen vorschlagen und abstimmen

(Die Zitate stammen aus dem Lied „Zurück zum Wir“ von Max Herre und Sammy Deluxe)